Gerard Mooyman wurde am 23. September 1923 in Apeldoorn geboren. Als die Wirtschaftskrise begann, wurde sein Vater Mitglied der NSB (Nationaal-Socialistische Beweging). Im April 1941 meldete sich Gerard Mooyman bei der SS-Freiwilligen-Standarte Nordwest. 1942 wurde er zum ersten Mal an die Ostfront nach Wolchow geschickt. Als Kommandant eines Panzerabwehrgeschützes erhielt er das Eiserne Kreuz 2. und 1. Klasse (deutsche Militärauszeichnung) für die Zerstörung mehrerer sowjetischer Panzer.
Während der Kämpfe am Ladogasee im Februar 1943 zerstörte Mooyman an einem Tag 13 feindliche Panzer, und am 20. Februar 1943 wurde ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Damit war er der erste Niederländer und der erste Nicht-Deutsche, der das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erhielt. Insgesamt gelang es ihm, 23 Panzer zu zerstören.
Gerard Mooyman geriet am 4. Mai 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Einige Tage später gelang ihm die Flucht, und er tauchte in Deutschland unter. Im März 1946 wurde er in den Niederlanden verhaftet. Während eines Transports von Scheveningen nach Delft gelang Gerard Mooyman erneut die Flucht. Er floh daraufhin wieder nach Deutschland. Dort arbeitete er im Bergbau. Die Verpflegung ließ zu wünschen übrig, weshalb er wieder in die Niederlande zurückkehrte. Gerard Mooyman wurde schließlich am 28. August 1947 an der niederländisch-deutschen Grenze bei Millingen aan de Rijn verhaftet. Im Oktober 1947 stand er vor Gericht, das ihn zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilte. Ende August 1949 wurde er vorzeitig entlassen. Nach seiner Entlassung führte Gerard Mooyman ein unauffälliges Leben in der Stadt Groningen. Er heiratete und bekam eine Tochter. 1987 kam er bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Anloo ums Leben.
Quellen: Delpher, Privatarchiv Siem van der Kolk.



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